Wolff’sche Zensur im Kopf

Mit dem Entscheid des Stadtrates Richard Wolff, dass in Polizeimeldungen die Nationalität des Täters nicht mehr genannt werden darf, katapultiert Wolff linke Eingriffe in die Freiheit von uns Bürgerinnen und Bürger in eine neue Dimension.

Nicht nur, dass dieser Entscheid das Misstrauen gegenüber Behörden und Exekutiven befeuert. Nicht nur, dass die nun ausgeübte Verhüllung von Tatsachen dem Öffentlichkeitsprinzip, dem die Verwaltung nachkommen müsste, zuwiderläuft.

Was mich erschüttert, ist die Tatsache, dass Richard Wolff und die zuständigen Behörden in unser aller Denken eingreifen. Unsere Gedanken zensurieren. Dies ist im Vergleich mit bereits bekannter städtischer Bevormundung, beispielsweise im Bereich der Energie (ich kann nicht mehr das Stromprodukt wählen, das ich will) eine neue Stufe.

Denn Wolff begründet seinen Entscheid folgendermassen: Es sei wissenschaftlich gut belegt, dass Medienkonsumenten, welche über kriminelle Ausländer lesen, den Anteil der Ausländer an den Kriminellen höher einschätzen würden, als er tatsächlich sei. Dies sei für Wolff eine Vorverurteilung und ein «unerwünschter Effekt». Dieser «unerwünschte Effekt», also Schlussfolgerungen, die wir möglicherweise machen, soll unterbunden werden.

Richard Wolff will also beeinflussen, was wir denken. Das ist Wolff’sche Zensur in unseren Köpfen.

2017-11-11T11:05:58+00:008. November 2017|