Egoistisches günstiges Wohnen mit den Grünen

In diesen Tagen hatten die Bewohner im Kreis 7 und ich einen Petitionsbogen der Grünen Partei in im Briefkasten. Die Grünen des Kreises 7/8 wollen das Areal des Kinderspitals für preisgünstigen Wohnungsraum nutzen. Dafür sammeln sie mit einer Petition Unterschriften.

Das Kinderspital zügelt in einigen Jahren in einen Neubau im Balgristquartier. Das jetzige Areal an der Steinwiesstrasse wird dann frei werden. Das Grundstück gehört dem Kanton. Der Kanton Zürich will dieses grosse Areal, es handelt sich um 20’000 Quadratmeter, als strategische Reserve für öffentliche Zwecke erhalten.

Die Forderung der Grünen, auf diesem Grundstück gemeinnützige Wohnungen zu erstellen, ist klar abzulehnen. Dies aus zwei Gründen: Erstens steht der relative Landwertanteil in einem krassen Missverhältnis zum relativen Bauwertanteil. Oder anders gesagt: Gemeinnütziger Wohnungsbau kann nicht auf den teuersten Grundstücken in der Stadt Zürich stattfinden. Schon die städtische Siedlung «Hornbach» im Seefeld weist dieses Missverhältnis auf. Zweitens will der Kanton Zürich das Grundstück für öffentliche Zwecke erhalten. Da erstaunt es mich schon, wie weit die Grünen zu gehen bereit sind: Sie wollen der Allgemeinheit Landreserven entziehen, um einige wenige Auserwählte dann darauf günstig wohnen zu lassen. Man könnte dies auch Egoismus nennen.

Die Forderung, auf den teuersten Flächen gemeinnützige Wohnungen zu erstellen, finde ich falsch. Dies stattet einige Wenige mit unermesslichen Privilegien aus und macht gleichzeitig die ganze Bevölkerung ärmer. Ich frage mich, welche Forderung als nächstes kommt: Gemeinnützige Wohnungen auf dem Kasernenareal? Beim Carparkplatz wurde diese Forderung ja schon deponiert. Oder schütten wir das Seebecken zu? Dann könnten wir dort auch noch gemeinnützigen Wohnraum schaffen…

 

2018-01-19T09:59:59+00:0018. Januar 2018|